24.02.2017

Harzer Falken werden am Wochenende nur einmal gefordert

Volle Konzentration auf eine Spieldauer von 60 Spielminuten sollten für die Harzer Falken an diesem Wochenende mehr als machbar und vor allem spielentscheidend sein. Denn lediglich am Sonntag Nachmittag müssen die Falkencracks in Berlin gegen den ECC Preussen Berlin ran.


Einen Gedanken und Schritt voraus, wie hier Erik Pipp gegen Timmendorf, sollten die Falken auch an diesem Wochenende in Berlin sein (Foto: Andreas Radermacher)

Und das es absolut notwendig ist gegen die junge Truppe von Trainer Len Soccio bis zur letzten Sekunde hellwach zu bleiben haben nicht nur die Harzer Falken am eigenen Leibe spüren müssen. So zeigte man im ersten Spiel der Qualifikationsrunde gegen die Preussen in den ersten beiden Dritteln schon keine überzeugende Leistung und ging mit einer dünnen 2:1-Führung in das Schlussdrittel. Und da kam es dann knüppeldick, denn man wurde förmlich überrannt und sah sich am Ende mit einer vollkommen unnötigen 2:5-Niederlage konfrontiert. Ähnlich ging es FASS Berlin am letzten Wochenende. Bis zur 24. Minute führten die „Fässer“ relativ deutlich mit 4:1. Doch hier egalisierten die Preussen das Ergebnis noch bis zur zweiten Drittelpause, um dem Hauptstadtkonkurrenten dann im Schlussdrittel mit fünf weiteren Toren und einem 4:9 eine richtige Packung zu verpassen.

Man darf also durchaus gewarnt sein. Denn nicht nur, dass die Berliner Truppe extrem lauf- und kampfstark ist, 6 Siege aus den 11 Spielen der laufenden Runde haben die Preussen auch gleich mal auf den 4. Platz gehievt. Und genau diesen Tabellenplatz wollen die Hauptstädter auch mit einem Sieg gegen die Harzer Falken fix machen. Denn mit weiteren 3 Punkten wären sie dann auch von Timmendorf, die derzeit 6 Punkte hinter den Berlinern rangieren, auch theoretisch nicht mehr einholbar. Zwar hätten auch die Harzer rein theoretisch und nur auf die Punkte bezogen noch eine Chance, die Preussen vom 4. Platz zu verdrängen. Doch dass die Berliner das Toreschießen komplett einstellen und die Harzer Falken parallel in den drei Restspielen dieser Runde 38 Tore schießen, sollte eine ähnliche Wettquote haben, wie die Deutsche Fußballmeisterschaft des HSV in der laufenden Saison – punktetechnisch machbar, aber doch extrem illusorisch.

Aber die Tabellenkonstellation zeigt deutlich, wie wichtig dieses Spiel auch für die Berliner noch ist und mit welcher Einstellung sie entsprechend an die Aufgabe herangehen werden. Zumal man die letzten beiden Spiele gegen die Rostock Piranhas absolvieren muss, die ebenfalls noch um die Play-Off-Teilnahme kämpfen und sicherlich eine leichte Favoritenstellung in diesen Partien einnehmen. Rechnereien, von denen sich die Harzer Falken frei machen müssen. Denn für die Cracks von Trainer Norbert Pascha kann es einzig und allein nur darum gehen die restlichen drei Spiele dieser Runde zu gewinnen, um mindestens den einen Punkt Abstand auf den Vorletzten, den Hannover Scorpions, zu wahren. Welcher Tabellenplatz dann am Ende herausspringt wäre bei drei Siegen dann auch fast schon egal und alles andere als der 6. Platz der Qualirunde eine kleine Entschädigung für die leidgeprüften Harzer Fans. (Hei)